Deutsch
 
English
 
Français

Evelyne Gebhardt: „Kostenloses WLAN auch im ländlichen Raum“

Europäisches Parlament beschließt Förderung öffentlichen WLANs in europäischen Kommunen mit bis zu 120 Millionen €

Im öffentlichen WLAN surfen während dem Warten auf den Bus, in der Bücherei oder auf öffentlichen Plätzen - das könnte bald in 8000 zusätzlichen Kommunen der Europäischen Union Realität werden. Das Europäische Parlament hat heute die Initiative WiFi4EU beschlossen, die das Anbieten öffentlicher WLAN Hotspots in ländlichen Gebieten ermöglicht. „Schnelles Internet muss allen Menschen in der Europäischen Union zu Gute kommen -  unabhängig vom Einkommen oder des Wohnortes. Ein zeitgemäßer Internetzugang ist dabei notwendig um von modernen Internetdienstleistungen wie e-Health oder e-Government zu profitieren. Mit der Finanzierung öffentlicher und kostenloser WLAN Hotspots durch die EU sollen die Unterschiede in der EU abgebaut werden und zukünftige Nutzungschancen geschaffen werden, “ erläutert Evelyne Gebhardt, Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes, die Ziele der angenommene Verordnung zur Förderung der Internetanbindung in Kommunen.

„Endlich können auch finanzschwache Gemeinden in abgelegenen Gebieten, die oftmals mehr schlecht als recht über schnelle Internetzugänge verfügen, frei zugängliche WLAN Hotspots anbieten und so das öffentliche Leben fit machen für das 21. Jahrhundert,“ nennt Gebhardt die Vorteile für den ländlichen Raum in Baden-Württemberg. Auch für Gemeinden mit Fremdenverkehrsangeboten sei dieses Programm interessant. Denn Nutzer hätten Zugang zu einem europaweiten Netz öffentlicher WLAN Zugänge, so Evelyne Gebhardt weiter. Die Nutzung der Fördergelder solle möglichst einfach sein und die Kommunen könnten sich online auf Gutscheine zur Einrichtung und Finanzierung des WLAN Netzwerks bewerben.

Abschließend zeigt sich Evelyne Gebhardt zuversichtlich: „ Das 21. Jahrhundert wartet nicht auf denjenigen der mit Schneckentempo im Internet surft und der Abstand zu Ländern mit Gigabitzugängen wie Südkorea muss verringert werden. Mit den öffentlichen WLAN Zugangspunkten wird es ein kostenloses Internetangebot und neue Teilhabemöglichkeiten für Bürger und Bürgerinnen geben, die bislang nicht vom schnellen Netzausbau profitieren.“

Zum Hintergrund: In der ersten Förderperiode können laut Angaben der Europäischen Kommission bis zu 1000 Gemeinden profitieren und die ersten Ausschreibungsrunden sollen Ende 2017, Anfang 2018 stattfinden. Bewerben können sich Gemeinden in denen es bislang kein vergleichbares privates oder öffentliches Angebot verfügbar ist.

12. September 2017