Deutsch
 
English
 
Français

Evelyne Gebhardt: „Geschlechterspezifische Ungleichheiten in den Rentensystemen sind unannehmbar“

Europäisches Parlament fordert Bekämpfung des Pensionsgefälles

Mit der Abstimmung am Mittwoch, den 14.06.2017 fordert das Europäische Parlament das Pensionsgefälle zwischen Geschlechtern, das in den vergangenen Jahren leider nicht ab- sondern zugenommen hat, endlich anzugehen. „Geschlechterspezifische Ungleichheiten im Renten- und Pensionssystemen sind inakzeptabel und müssen schnellstmöglich abgebaut werden“, so Evelyne Gebhardt, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und langjähriges Bundesvorstandmitglied der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen.

Evelyne Gebhardt zeigte sich kritisch aber auch zuversichtlich: „Mit dem heute abgestimmten Bericht setzen wir Abgeordneten des Europäischen Parlaments uns gegen die wirtschaftliche Abhängigkeit von Frauen ein. Es ist unmöglich, dass Frauen im 21. Jahrhundert immer noch wirtschaftlich von ihren Partnern abhängig sind und in die Falle der Altersarmut gelangen.“

Aber allein die Ungleichheiten in den Rentensystemen zu adressieren reicht nicht. „Die Kernursachen des geschlechterspezifischen Rentengefälles müssen angegangen werden“, fuhr die SPD-Europaabgeordnete fort.  „Wir fordern die EU-Kommission auf, eine Strategie zu entwickeln, die die eigentlichen Ursachen des Pensionsgefälles bekämpft.“ Wir verlangen, dass die Mitgliedstaaten Instrumente zur Bewertung von Arbeitsplätzen konzipieren und dass Unternehmen die Lohngleichheit jährlich überprüfen und die erhobenen Daten veröffentlichen. „Denn nur konkrete Maßnahmen können für Lohngleichheit und schlussendlich auch für Rentengleichheit bei Frauen und Männern sorgen.“

14. Juni 2017