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Evelyne Gebhardt: „Immer mehr Menschen verstehen, was sie an Europa haben“

Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments erinnert an 60. Jahrestag der Unterzeichnung der Römischen Verträge

Evelyne Gebhardt bei einer Veranstaltung in Bad Krozingen am 16. März 2017 (Foto: Susanne Müller, Badische Zeitung).

Für Evelyne Gebhardt, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments, ist  der 25. März ein Tag der Freude. 2017 jährt sich an diesem Tag die Unterzeichnung der Römischen Verträge zum 60. Mal. „Wir haben allen Grund, stolz zu sein auf das, was wir und die Generationen vor uns in Europa aufgebaut haben“, so die SPD-Politikerin.

Der 25. März 1957 markiere den Grundstein für ein im historischen und weltweiten Vergleich beispielloses Erfolgsprojekt. Die längste Friedensphase in der Geschichte des Kontinents, Demokratie und Rechtsstaatlichkeit, eine gemeinsame Währung und grenzenloses Reisen gehören für Evelyne Gebhardt zu den zentralen Errungenschaften des europäischen Einigungsprozesses.

Gegenwärtig befinde sich die Europäische Union in einer schwierigen Phase. Umso mehr seien gerade jetzt Mut und neuer Elan gefordert, ist Evelyne Gebhardt überzeugt. „Wir brauchen keine Zäune, sondern Brücken. Nicht weniger Europa, sondern mehr und besser.“ Darüber müsse eine breit angelegte Debatte mit den Bürgerinnen und Bürgern geführt werden. „Die Wahl in den Niederlanden zeigt, dass sich die Stimmung dreht und immer mehr Menschen verstehen, was sie an Europa haben.“ Dafür sprächen auch die seit einiger Zeit in vielen europäischen Städten regelmäßig stattfindenden Demonstrationen für ein vereintes Europa.

Evelyne Gebhardt reist deshalb frohen Mutes nach Rom, wo sie am Samstag an den offiziellen Feierlichkeiten zum Jubiläum der Römischen Verträge teilnehmen wird.

Hintergrund:
Die Unterzeichnung der Römischen Verträge gilt als Geburtsstunde der Europäischen Union. So wurden neben der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) und der Europäischen Atomgemeinschaft (EURATOM) auch gemeinsame Organe für die verschiedenen Gemeinschaften, darunter eine parlamentarische Versammlung und ein Gerichtshof, geschaffen.

23. März 2017