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Europäischer Bürgerpreis 2015 für „Die gewollte Donau“

Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt hatte das Ulmer Projekt für die Auszeichnung vorgeschlagen

© Europäisches Parlament

Erneut gutes Gespür bewiesen hat die Hohenloher Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt: Das von ihr nominierte Ulmer Projekt „Die gewollte Donau“ wird mit dem Europäischen Bürgerpreis 2015 ausgezeichnet. Bereits im vergangenen Jahr hatte mit der Europäischen Gesellschaft Diaphania e.V. der Vorschlag Gebhardts den Zuschlag erhalten.

„Die Donau ist eine der Lebensadern Europas. Während man mit dem Rhein symbolisch vor allem die Aussöhnung ehemals verfeindeter westeuropäischer Staaten, speziell Deutschlands und Frankreichs, nach dem Zweiten Weltkrieg verbindet, steht die Donau für die überwundene Teilung unseres Kontinents in Ost und West“, so die SPD-Politikerin. „Die Donau und die Vertiefung der Beziehungen ihrer Anrainer müssen wir zukünftig noch stärker in den Fokus nehmen. Weil das Projekt ,Die gewollte Donau‘ hierzu auf der Ebene der Bürger und Bürgerinnen in vorbildlicher Weise beiträgt, freue ich mich sehr über die Entscheidung der Bürgerpreis-Jury. Die vielen an dem Projekt beteiligten überzeugten Europäer und Europäerinnen haben sich diese Anerkennung redlich verdient“, erklärt Evelyne Gebhardt.

„Die gewollte Donau“ ist ein gemeinsames Projekt von Universitäten und zivilgesellschaftlichen Organisationen in acht Donauländern. Koordinierende Einrichtung ist das Ulmer Institut ILEU e.V. Das Projekt soll parallel zur vor allem auf Wirtschaft und Politik ausgerichteten europäischen Donauraum-Strategie die Menschen im Donauraum persönlich ansprechen und sie dazu animieren, aufeinander zuzugehen und sich gegenseitig besser kennenzulernen. Einer der bisherigen Höhepunkte war die Erstellung eines riesigen Flussteppichs unter Beteiligung von 6000 Menschen.

Mit dem Europäischen Bürgerpreis honoriert das Europäische Parlament seit 2008 außergewöhnliches Engagement für ein besseres gegenseitiges Verständnis in der Europäischen Union oder die Förderung der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit. Preisträger können Bürger, Gruppen oder Organisationen sein. Jede Europaabgeordnete darf einen Vorschlag einreichen.

30. April 2015