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Evelyne Gebhardt: „Austritt Großbritanniens ist und bleibt ein Rückfall in nationalistische Zeiten“

Europäisches Parlament ratifiziert Brexit-Abkommen

© SPD-Gruppe im Europäischen Parlament

Das Europäische Parlament hat heute das Abkommen zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ratifiziert. „Es ist gut, dass jetzt endlich klare Verhältnisse geschaffen sind. Die fast vierjährige Unsicherheit der Achterbahnfahrt Brexit waren für die direkt betroffenen Bürger und Bürgerinnen auf beiden Seiten eine Unzumutbarkeit“, erläutert Evelyne Gebhardt, Europaabgeordnete aus Schwäbisch Hall. „Das nahende Ende des Rechts der Freizügigkeit für Bürger und Bürgerinnen in der Europäischen Union macht mich traurig. Ich erwarte daher von den EU-Mitgliedstaaten und Großbritannien, dass sie die gemeinsam festgelegten Regeln im Sinne der fast fünf Millionen Betroffenen auslegen. Wir Europaabgeordnete werden dies genau überwachen!“, erklärt Evelyne Gebhardt. „Ein möglichst nahtloser und einfacher Übergang für die Menschen wäre nicht nur ein Zeichen für die enge Partner- und Freundschaft zwischen den Völkern. Es ist auch eine Voraussetzung für ein weitreichendes Abkommen über die zukünftigen Beziehungen, dem das Europäische Parlament zustimmen muss.“

Neben den finanziellen Verpflichtungen Großbritanniens und dem Schutz der Rechte der Bürger und Bürgerinnen, die nach dem Austritt entweder in der EU oder auf den britischen Inseln niedergelassen sein werden, wurden alle Prioritäten des Europäischen Parlamentes im Austrittsabkommen geregelt. Evelyne Gebhardt zeigt sich abschließend positiv: „Es gibt auch ein hoffnungsvolles Signal aus Brüssel. Die Regeln im Abkommen verhindern eine feste Grenze auf der irischen Insel und Sichern damit den Erhalt des Friedens in Nordirland. Damit wird der dort aufflammenden Gewalt der Zündstoff genommen und die Menschen können auf eine friedvolle Zukunft hoffen.“

29. Januar 2020