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Evelyne Gebhardt: „Macron beim Wort nehmen - AKW Fessenheim 2020 abschalten“

Französischer Staatspräsident kündigt Stilllegung an

© Europäisches Parlament

Der französische Staatspräsident Emanuel Macron verkündete am Dienstag, den 27. November die Stilllegung des elsässischen Atomkraftwerkes am Westufer des Rheins.

Die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments und ausgewiesene Gegnerin der störanfälligen Reaktorblöcke, Evelyne Gebhardt, freut sich über diese Nachricht aus Paris:  „Das AKW Fessenheim ist schon jetzt doppelt so lange am Netz, wie ursprünglich geplant. Mit seiner Vita, die zahlreiche Störfälle aufweist, ist es ein Sicherheitsrisiko, das weder meinen deutschen, noch meinen französischen Landsleuten zugemutet werden darf.“

Evelyne Gebhardt, Europaabgeordnete aus Hohenlohe, will Emanuel Macron beim Wort nehmen: „In der Vergangenheit hat die französische Regierung Fessenheims Stilllegung immer wieder proklamiert. Dieses Mal darf es keine weitere Verschiebung geben. Im Sommer 2020 muss das Kraftwerk endgültig vom Netz. Je früher, desto besser.“

Die Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt hofft, dass Frankreich denselben Weg der Energiewende einschlägt, den auch Deutschland geht. „Frankreich muss verstärkt in erneuerbare Energien investieren, weil Atomkraft keine Zukunft hat. Ansonsten schieben wir unkalkulierbare Sicherheitsrisiken und die Verantwortung für die noch immer ungelöste Endlagerung von Brennstäben auf die nächsten Generationen.“

Anmerkung:
Mit dem Bau des AKW Fessenheim wurde im Jahre 1970 begonnen. 1977 wurde es in Betrieb genommen. Ursprünglich war die Lebensdauer auf 20 Jahre konzipiert. Es ist das älteste noch aktive Atomkraftwerk Frankreichs. Das AKW Fessenheim ist aufgrund seiner veralteten Technik bekannt für eine sicherheitsrelevanten Vorfälle.

27. November 2018