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Evelyne Gebhardt: „Plastikmüll gehört nicht in die Umwelt!“

Europäisches Parlament stimmt für die Richtlinie zur Verringerung der Auswirkungen bestimmter Kunststoffprodukte auf die Umwelt

© Europäisches Parlament

80% des Abfalls in den Meeren und an den Stränden besteht aus Plastik. Mehr als die Hälfte hiervon geht auf wenige Einwegplastikartikel zurück. „Die Medien sind voll von Berichten über Meeresbewohner in denen Plastikrückstände gefunden wurden. Seit gestern wissen wir, auch im menschlichen Organismus gibt es Plastikteilchen. Zum Schutz der Natur dürfen wir nicht nur Lippenbekenntnisse abgeben.“ sagt die Vizepräsidentin des Europäischen Parlamentes Evelyne Gebhardt. „Neben Trinkhalmen, Besteck und Tellern aus Plastik sollen auch dünne Plastiktüten in Zukunft nicht mehr verwendet werden. Wenn dies umgesetzt wird, ist die Europäische Union ein weltweites Vorbild beim Schutz der Umwelt vor Plastikmüll.“ In Europa werden jedes Jahr 150.000 Tonnen Kunststoff im Meer entsorgt, welche dort in Tiermägen landen oder zu Mikroplastik zerfallen.

„Für alle Produkte die nun verboten werden, gibt es umweltfreundlichere Alternativen. Wattestäbchen gibt es aus Pappe zu kaufen und Besteck gibt es aus Holz. Niemand war bisher dazu gezwungen diese Produkte aus Kunststoff zu verwenden, gleichwertige Alternativen existieren schon seit Langem.“ meint Evelyne Gebhardt. Das endgültige Ziel besteht natürlich darin, die gesamte Müllmenge so weit wie möglich zu reduzieren. „Ein Anfang wäre schon gemacht, wenn man in Zukunft die eigene Stofftragetasche zum Einkauf mitnimmt, anstatt an der Kasse zur Plastiktüte zu greifen.“ so die Vizepräsidentin.

Die Richtlinie umschließt deshalb nicht nur Einwegplastikprodukte für die es bereits Alternativen gibt, sondern setzt auch auf neue Ideen zur Müll-Reduktion. „Mit dieser Richtlinie hat Europa die Möglichkeit sich als Vorreiter in Sachen nachhaltiger Entwicklung zu positionieren. Zukünftig sollen Verbraucher direkt auf den Lebensmittelverpackungen Informationen zur korrekten Entsorgung erhalten. Außerdem sollen Getränkeflaschen ab Mitte des nächsten Jahrzehnts zu gut einem Drittel aus wiederverwendeten Materialien bestehen.“ so die SPD-Europaabgeordnete Evelyne Gebhardt abschließend.

 

24. Oktober 2018