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Evelyne Gebhardt: „Rosinenpickerei ist mit Europäischem Parlament nicht zu machen“

Europäisches Parlament beschließt Empfehlung für die Verhandlungen über eine neue Partnerschaft mit dem Vereinigten Königreich

© SPD-Gruppe im Europäischen Parlament

Das Europäische Parlament hat heute eine ernüchternde Bilanz zu den Verhandlungen mit dem Vereinigten Königreich über die zukünftigen Beziehungen gezogen.

„Wir Europaabgeordneten wollen nach wie vor enge Beziehungen zum Vereinigten Königreich. Allerdings bin ich mir nicht sicher, ob Boris Johnson das auch möchte. Er hat die Corona-Zeit für die Verschleppung der Verhandlungen genutzt. Jetzt ordnet er alles seinen ideologischen Vorstellungen unter und will nur die Bereiche verhandeln, von denen er sich Vorteile für das Vereinigte Königreich erhofft“, erläutert Evelyne Gebhardt, Europaabgeordnete aus Schwäbisch Hall. „Da hat das Europäische Parlament eine klare Antwort für ihn: Rosinenpickerei oder ein Abkommen das unsere roten Linien nicht einhält, wird es nicht geben. Unfairer Wettbewerb, Lohndumping, das Unterwandern von Arbeitnehmerrechten, geringer Umweltschutz oder einen schwachen Datenschutz sind nicht vertretbar!“

„Wir wollen enge Beziehungen zwischen den Menschen auf beiden Seiten ermöglichen. Dazu gehören nicht nur der Zugang zum Binnenmarkt und die alleinige Ausrichtung auf Wirtschaftsbelange. Die Rechte der Bürger und Bürgerinnen, Vereinbarungen zu Programmen wie Erasmus,  das Studierenden, Auszubildenden und Lernenden neue Erfahrungen ermöglicht, oder die Einhaltung eines hochwertigen Klimaschutzes gehören genauso dazu“, so Evelyne Gebhardt abschließend.

18. Juni 2020