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Evelyne Gebhardt: „Verantwortung für Brexit-Unordnung liegt allein bei Boris Johnson“

Europäisches Parlament verabschiedet Entschließung

© Europäisches Parlament

Das neugewählte Europäische Parlament hat heute in Straßburg seine Haltung zum Austritt des Vereinigten Königreichs aus der EU bekräftigt. „Der Austritt Großbritanniens wird, mit oder ohne Abkommen, ein großer Verlust für uns alle“, erläutert Evelyne Gebhardt die Bedeutung des Brexits. „Die Verantwortungslosigkeit von Herrn Johnson, mit allen populistischen Mitteln einen Austritt zu erreichen und sich als Macher zu stilisieren, erschüttert mich. Den Frieden in Nordirland aufgeben zu wollen und durch Rechtsunsicherheiten und Versorgungsengpässe mit Medikamenten und Lebensmitteln dem eigenen Volk enorme Schäden zuzufügen, ist unerhört.“

Dem gegenüber hat das Europäische Parlament heute deutlich gemacht, dass es dem britischen Volk wohlwollend gegenübersteht und bei einem triftigen Grund, wie Neuwahlen oder ein neues Referendum, eine erneute Verschiebung des Austrittstermins akzeptieren wird. „Wir Europaparlamentarier haben uns heute für die Sicherung des Friedens in Nordirland ausgesprochen. Da wir uns an den tatsächlichen Sachfragen orientieren, sind wir für Alternativen zur Vermeidung einer harten Grenze offen. Allerdings bedarf es dafür Vorschläge auf dem Papier und nicht nur leere Worte“, führt die Binnenmarktexpertin weiter aus. Abschließend stellt Evelyne Gebhardt klar: „Das britische Volk liegt mir sehr am Herzen und es schmerzt mich, dass seine Regierung an Unordnung interessiert ist. Ich werde meine Hoffnung bis zum Schluss nicht aufgeben, dass doch noch Vernunft und Weitsicht in die politischen Entscheidungen auf der Insel einziehen werden. Die EU ist bereit!“

18. September 2019