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Evelyne Gebhardt: „Brexit-Schlingerkurs beenden, um Schaden abzuwenden“

Abstimmung im Unterhaus am heutigen Dienstag

© Europäisches Parlament

Das britische Unterhaus stimmt heute über den Austrittsvertrag des Vereinigten Königreichs aus der Europäischen Union ab. „Der Brexit macht alle zu Verlierern. Der 29. März kommt rasend schnell näher und die Zeit, den ungeordneten Austritt abzuwenden, zerrinnt zwischen den Fingern“, äußert sich die Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments Evelyne Gebhardt. „Egal ob Neuwahlen, eine Verschiebung des Austrittstermins oder ein neues Referendum. Weder die britischen noch die europäischen Bürger und Bürgerinnen haben diese Verantwortungslosigkeit verdient, die zum größtmöglichen Nachteil aller zu werden droht. Zur Schadensminimierung braucht es einen klaren Beschluss des britischen Unterhauses und der Regierung wie die wenigen verbleibenden Wochen genutzt werden sollen“, so die Abgeordnete des Europäischen Parlaments weiter.

Gemeinsam mit Abgeordneten des Europäischen Parlaments aus fast allen verbleibenden Mitgliedstaaten der Europäischen Union hat Evelyne Gebhardt am Montag einen Brief an das britische Volk. „Mir liegt eine Botschaft sehr am Herzen: Mit Großbritannien gemeinsam sind wir stärker, gemeinsam können wir mehr für alle Bürger und Bürgerinnen erreichen. Bitte überdenkt eure Austrittsentscheidung“, erläutert Evelyne Gebhardt die zentrale Botschaft des Briefes.

Abschließend erklärt Evelyne Gebhardt: „Die Zeit innerparteilicher Machtspiele auf dem Rücken der Bürger und Bürgerinnen muss dringend beendet werden. Die gewählten britischen Volksvertreter müssen ihrer Verantwortung gerecht werden und endlich entscheiden wie die Zukunft des Landes gestaltet sein soll. Denn eines ist klar, die Europäische Union hat wichtigere Probleme als die ewiggestrigen Phantasien einiger stockkonservativer Abgeordneter. Bald ist Europawahl und bis dahin sind Lösungen für soziale und wirtschaftliche Probleme in der EU, der Kampf gegen den Klimawandel und den grassierenden Nationalismus wichtiger. Die heutige Entscheidung muss also Klarheit über die Zukunft des Kurses Großbritanniens bringen - in oder außerhalb der Europäischen Union.“

15. Januar 2019