Deutsch
 
English
 
Français

Evelyne Gebhardt: „Zeitumstellung abschaffen“

Ausschuss im Europäischen Parlament stimmt für das Ende der Umstellung von Winter- auf Sommerzeit

Zweimal im Jahr werden die Uhren in der Europäischen Union auf Sommerzeit und wieder zurück auf Winterzeit umgestellt. Nachdem die Europäische Kommission im vergangenen Jahr das Ergebnis einer Befragung von Bürgerinnen und Bürgern veröffentlicht hat, die sich überwiegend eine Abschaffung der halbjährlichen Zeitumstellung wünschten, hat sie einen Gesetzesvorschlag unterbreitet, mit dem die Zeitumstellung bald der Vergangenheit angehören könnte.

„Einen wirklichen Mehrwert stellt die lästige Zeitumstellung nicht dar“, sagt die Schwäbisch Hallerin Evelyne Gebhardt. „Bis heute ist zum Beispiel nicht erwiesen, ob die Zeitumstellung ein Faktor ist, der hilft Energie zu sparen. Zudem sind die gesundheitlichen Auswirkungen einer Zeitumstellung für den Menschen umstritten.“

Im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz hat Evelyne Gebhardt am Donnerstag, den 21. Februar mit der Mehrheit der Abgeordneten deshalb in einer Stellungnahme für die Abschaffung der Sommerzeit gestimmt. „Nach unserem Willen soll im März 2020 die Zeitumstellung ein letztes Mal stattfinden“, meint Evelyne Gebhardt, Vizepräsidentin des Europäischen Parlaments.

Über die umstrittene Frage, ob die Mitgliedstaaten zukünftig Sommer- oder Winterzeit als Standardzeit wählen, kann das Europäische Parlament dagegen nicht entscheiden.
Die Sozialdemokratin Evelyne Gebhardt: „Es liegt allein in der Zuständigkeit der Mitgliedstaaten zu entscheiden, ob sie eine Sommer- oder Winterzeit einführen wollen.“ Deshalb richtet Gebhardt ihren Appell an die Mitgliedstaaten, sich auf eine europäische Standardzeit zu einigen. „Wir geben den Mitgliedstaaten einen großen Vertrauensvorschuss. Dieser darf nicht dazu missbraucht werden, einen zeitlichen Flickenteppich über Europa auszubreiten. Im Europäischen Binnenmarkt dürfen unterschiedliche Zeiten etwa nicht zu einer Erschwernis für den grenzüberschreitenden Verkehr führen. Insbesondere aber muss die Einheit der Europäischen Union gewahrt bleiben.“

21. Februar 2019